Über uns

Die Idee, die Haustierzentrale ins Leben zu rufen, kam uns bei unserer täglichen Arbeit. Während Selene in London als allgemeine Tierärztin jeden Tag alle möglichen Haustiere behandelt oder gesund erhält, beantwortet Dan als lizensierter „Hundetrainer“ (er bevorzugt die Bezeichnung Erziehungsberater für Menschen mit Hund) seit fast genau 20 Jahren immer wieder dieselben Fragen von Hundehaltern und bringt deren Vierbeinern Manieren bei.

In der Haustierzentrale wollen wir die Fragen ausführlich beantworten, denen wir in unserem beruflichen Alltag immer wieder begegnen. Damit möchten wir Tierbesitzern dabei helfen, ihre Lieblinge besser zu verstehen, Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen oder sie im Fall der Fälle tiergerecht anzugehen. Wir verraten Tipps und Tricks, vergleichen Trends und Traditionen, stellen tierisch gute Produkte vor und verreißen die saudummen.

Wichtig: Unsere Artikel zu Tierkrankheiten, Verhaltensweisen und anderen medizinischen Themen ersetzen in keinem Fall den Besuch beim Tierarzt. Wir können nur allgemeine Informationen geben und naturgemäß nicht auf individuelle Besonderheiten eingehen. Wenn du also bei deinem Haustier Symptome einer Erkrankung feststellst oder dir nicht ganz sicher bist, geh bitte sofort zum Tierarzt und schaue nicht erst, was die beiden von der Haustierzentrale davon halten.

Dan Hansen, Erziehungsberater für Menschen mit Hund und Journalist

Haustiere haben schon immer eine herausragende Rolle in meinem Leben gespielt. Ich wurde in eine Familie mit Hund geboren und meine ersten Krabbelversuche endeten für gewöhnlich im Hundekorb.

Meine ersten eigenen Tiere allerdings waren Vögel, vier Wellensittiche, um genau zu sein. Dazu gesellten sich schnell zwei Kaninchen, zwei Meerschweinchen, zwei Island-Ponys und ein Aquarium voller Fische. Doch wann immer ich Gelegenheit hatte, sammelte ich die Hunde der Nachbarschaft ein, um mit ihnen spazieren zu gehen oder ihnen Dinge beizubringen.

Ich war 14, als ich das erste Mal von einem Nachbarn gebeten wurde, auf seinen Hund aufzupassen, während er im Urlaub war und es war jener Sommer in den 80ern, in dem ich den Entschluss fasste, beruflich mit Hunden arbeiten zu wollen.

Zehn Jahre später wurde mein Aufnahmeantrag in die Association of Professional Dog Trainers endlich bestätigt. Heute arbeite ich als Erziehungsberater für Menschen mit Hund, habe allerdings auch etwas Anständiges gelernt und eine Ausbildung zum Redakteur im Zeitungswesen abgeschlossen. Und siehe da – die beiden Dinge lassen sich prima miteinander kombinieren 🙂

Herz für Tiere größer als der Verstand

Seit rund 20 Jahren habe ich es mit Tausenden von Menschen und mit Hunderten von Hunden zu tun gehabt. Als Hundetrainer würde ich mich allerdings nicht bezeichnen, sondern vielmehr als Erziehungs- und Kommunikationsberater für Menschen mit Hund. Ich trainiere nämlich keine Hunde. Ich bringe ihren Menschen bei, wie man mit Hunden kommuniziert und diese dazu bringt, auf Kommando ein gewünschtes (und natürliches) Verhalten zu zeigen.

Nach der Arbeit gehört mein Herz dann wieder allen Tieren. Leider ist besagtes Herz für Tiere oft größer als mein Verstand, was immer wieder mal dazu führt, dass ich erst wenige Tage alte ausgesetzte Katzenbabies mit nach Hause nehme und mir für die nächsten sechs Wochen die Nächte um die Ohren schlagen darf oder die Ernährungsgewohnheiten von Amseln studieren muss, weil ich ein federloses Amselbaby verlassen unter einem Baum gefunden habe.

Im Laufe der Jahre habe ich mich auf die Rehabilitation und Resozialisierung von misshandelten oder vernachlässigten Hunden spezialisiert. Immer wieder mal übernehme ich für zwei Tierschutzvereine Problemhunde, die erst auf ihre Adoption vorbereitet werden müssen.

Adoptiv-Hundepapa aus Überzeugung

Cocker Spaniel, Golden Retriever, Hovawart – ich habe Rassehunde gehabt und liebe sie alle. Dennoch habe ich für mich vor rund 15 Jahren entschieden, den Rasse-Wahn nicht mehr mitzumachen oder zu unterstützen. Immer mehr Rassen werden den ästhetischen Vorlieben ihrer Besitzer angepasst und dabei gesundheitlich in Grund und Boden gezüchtet. Ich adoptiere meine Hunde vielmehr aus dem Tierheim. Ich arbeite seit Jahren aktiv im Tierschutz, habe viele Tierheime von innen gesehen und möchte so vielen Hunden wie möglich ein Leben in einem richtigen Zuhause ermöglichen.

Derzeit habe ich zwei Hunde, die du immer hier immer wieder mal auf Bildern und in Videos sehen wirst. Austin ist etwa zehn Jahre alt und wurde auf den Straßen Rumäniens geboren, bevor er eingefangen und für viele Jahre weggesperrt wurde. Er kam mit Herzwürmern und jeder Menge psychischer Probleme bei mir an.
Denver ist ein zehn Monate alter Deutscher Schäferhund und wurde aus einer illegalen Vermehrungsstation gerettet.


Selene Corsini, allgemeine Tierärztin und Fachärztin für Tierchirurgie sowie Dermatologie in Hunden

Seitdem ich denken kann, wollte ich Tierärztin werden. Es gab und gibt für mich keinen schöneren Beruf, als dafür zu sorgen, dass Tiere gesund bleiben oder gesund werden.

Ich absolvierte mein Studium der Tiermedizin und der Tierchirurgie an der „Università degli Studi di Perugia, Medicina Veterinaria“ in Italien. Die Meilensteine meiner beruflichen Laufbahn im Überblick:

  • 2011: Zulassung als Tierärztin von der Universität Perugia
  • 2012: Beitritt zum „Ordine dei Medici Veterinaria“ (der „Orden der Tierärzte“ in Italien)
  • 2015: Beitritt zum Royal College of Veterinary Surgeons in London
    (RCVS Registration No. 7116684)

Seit 2015 lebe ich in London und arbeite als Tierärztin und -chirurgin in einer Tierklinik in Brighton. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem Erstuntersuchungen, chirurgische Eingriffe, Noteingriffe oder die Auswertung von Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen. Außerdem werden sämtliche Fälle mit Hautproblemen zu mir geschickt, da ich mich auf Dermatologie spezialisiert habe.

Da ich als Tierärztin nicht über denselben Luxus wie Dan verfüge und mir meine Zeit nicht selber einteilen kann, ist mein Beitrag in der Haustierzentrale vor allem beratender Natur. Wann immer Dan einen medizinischen Artikel veröffentlicht oder auch nur eine medizinische Randbemerkung macht, kannst du dir sicher sein, dass ich vorher drübergeschaut und mein Okay gegeben habe.

Austin und Denver, die beiden Redaktionshunde. Wann immer Vorgänge in Bildern demonstriert werden müssen, sind es diese beiden, die geduldig dafür herhalten.
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