Nagetiere zählen zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Zwar kommen Chinchilla, Meerschweinchen oder Wüstenrennmaus nicht so häufig vor wie Hunde oder Katzen, aber immerhin gab es im Jahr 2018 fast eine Viertel Million Haustierbesitzer, die für mehr als drei Nagetiere verantwortlich waren. In diesem Artikel schauen wir uns an, welche Nagetiere man als Haustiere halten kann und wie die einzelnen Tiere im Vergleich miteinander abschließen.


Süße Knopfaugen, ein samtweiches Fell und niedliche Pfötchen, mit denen sie geschickt ihre Höhlen graben oder ihr Futter halten – es ist kein Wunder, dass Nagetiere mit zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland zählen. Man sagt ihnen nach, dass sie besonders pflegeleicht und die perfekten Spielgenossen für Kinder wären.

Doch, stimmt das eigentlich? In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit acht Nagetieren und schauen uns an, wie geeignet sie für die Haltung im Käfig sind, welche Ansprüche sie stellen und ob sie wirklich die idealen Spielkameraden für Kinder darstellen.


Meerschweinchen

Foto eines Meerschweinchens

Steckbrief

  • Einzelhaltung: nein
  • Aktivität: tagaktiv
  • Lebenserwartung: sechs bis acht Jahre
  • Ernährung: Grünfutter (Heu, Löwenzahn, Kräuter), Saftfutter (Gemüse)
  • Kuschelfaktor: lassen sich streicheln. Dennoch sind Meerschweinchen keine Kuscheltiere. In Stresssituationen fallen die Tiere in die Meerschweinchen-Schockstarre. Dabei werden sie stocksteif und geben gurrende Laute von sich. Oft interpretieren ihre Halter dies als einen Ausdruck der Entspannung, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ist ein Tier in die Schockstarre gefallen, sollte es behutsam in den Käfig gesetzt und in Ruhe gelassen werden, damit es sich wirklich entspannen kann.

Meerschweinchen – als Haustier geeignet

Meerschweinchenarten gibt es wie Sand am Meer. Die natürliche Heimat dieser Nagetiere ist Südamerika, wo sie oft auch als Fleischlieferanten herhalten müssen. Die tagaktiven Tiere haben einen kleinen, kompakten Körper, der vollständig mit dichtem Fell bewachsen ist. Wie lang das Fell ist, variiert von Art zu Art. Ausgewachsen bringen sie ein Gewicht von 700 g bis 1,2 kg auf die Waage und werden zwischen sechs und acht Jahre alt.

Meerschweinchen sind Rudeltiere

In der freien Natur sieht man ein Meerschweinchen nicht allein. Als Rudeltier leben sie in Gruppen von fünf bis zehn Tieren, die mit Quiek- und Pfeiflauten miteinander kommunizieren. Meerschweinchen sind Bodenbewohner, die nicht gerne klettern. Außerdem sind sie Fluchttiere, die sich in Gefahrensituationen verstecken können müssen, da sie ansonsten unter Angst und Stress leiden.

Gute Esser

Meerschweinchen müssen konstant essen, um ihre Verdauung auf Trab zu halten. Daher ist es immens wichtig, den Tieren zu jeder Tages- und Nachzeit Futter anzubieten. Die Hauptnahrung besteht aus Heu, wobei sie aber auch frisches Gras, ein Stück Gurke oder eine Paprika nicht verschmähen.

Artgerechte Haltung

Meerschweinchen brauchen Platz. Ein Meerschweinchenkäfig sollte mindestens eine Grundfläche von einem halben Quadratmeter pro Tier aufweisen, um eine artgerechte Haltung garantieren zu können. Die Gitterstäbe des Käfigs dürfen nicht mehr als zwei Zentimeter voneinander entfernt sein.

Darüber hinaus benötigen Meerschweinchen regelmäßig Auslauf. Dazu eignet sich am besten ein Freigehege im Garten. Zur Not kann man sie auch in der Wohnung laufen lassen, muss dann aber gut darauf achten, dass sie nicht alles anknabbern. Vor allem stromgeladene Kabel können ihnen gefährlich werden.

Bei entsprechender Haltung können Meerschweinchen sehr zutraulich werden und eine enge Beziehung zum Menschen aufbauen. Zwar lassen sie sich dann auch streicheln, dennoch sind Meerschweinchen aber keine traditionellen Kuscheltiere.


Hamster

Foto eines Hamsters

Steckbrief

  • Einzelhaltung: ja, unbedingt
  • Aktivität: nachtaktiv
  • Lebenserwartung: eineinhalb bis drei Jahre
  • Ernährung: Obst, Gemüse und andere Pflanzen. Getrocknete Insekten sowie Milchprodukte sollten zugefüttert werden.
  • Kuschelfaktor: niedrig. Hamster sind Einzelgänger und lassen sich nicht gerne anfassen.

Hamster – als Haustier geeignet

Die engsten Verwandten der Hamster sind Mäuse. Insgesamt gibt es rund 20 verschiedene Arten dieser pausbäckigen Gesellen. Unter den Haustieren finden sich vor allem Goldhamster, Chinesische Streifenhamster, Teddyhamster oder Zwerghamster.

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Hamstern sind die trockenen und halbtrockenen Gebiete Eurasiens. Der Goldhamster, wie wir ihn heute kennen, wurde übrigens in Syrien gezüchtet, weswegen er auch Syrischer Hamster genannt wird. Erst seit 1930 findet die kommerzielle Züchtung von Goldhamstern statt.

Dicke Backen

Hamster haben einen kurzen, kompakten Körper und einen winzigen Stummelschwanz. Charakteristisch sind ihre speziellen Backentaschen, in denen sie Nahrung, die sie gerade nicht essen wollen, transportieren, um sie irgendwo als Futterreserve zu verstecken. Dabei können die Backentaschen die zwei- oder dreifache Größe des Kopfes annehmen.

Zwerg- und Mittelhamster werden zwischen acht und fünfzehn Zentimeter lang, während es ein Feldhamster auf stolze 34 Zentimeter bringen kann. Die leichtesten Hamster wiegen um die 100 Gramm, die schwersten schaffen es auf 900 Gramm. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei zwei bis drei Jahren.

Hamster sind Einzelgänger

Hamster sind nachtaktive Einzelgänger. In der freien Wildbahn graben sie gerne und legen sich ein verzweigtes Netzwerk von Höhlen und unterirdischen Gängen an. Das sollte auch bei der Haltung im Haus berücksichtigt werden.

Hamster sollten immer einzeln gehalten werden. Eine Gruppenhaltung geht nur in den seltensten Fällen gut. Der Käfig muss eine Grundfläche von mindestens einem halben Quadratmeter haben, wobei die Gitterabstände nicht größer als ein Zentimeter sein sollten.

Keine Kuscheltiere

Die wenigsten Hamster lassen sich gerne anfassen , streicheln oder auf dem Arm herumtragen. Somit sind sie keine Kuscheltiere, sondern eher Haustiere zum Angucken. Das wiederum macht den Hamster eher ungeeignet für kleine Kinder.


Chinchillas

Foto eines Chinchillas

Steckbrief

  • Einzelhaltung: nein
  • Aktivität: nachtaktiv
  • Lebenserwartung: zehn bis fünfzehn Jahre
  • Ernährung: nur Pflanzen (Heu, Gras, Kräuter, getrocknete Blätter) und Samenmischungen
  • Kuschelfaktor: mittel. Zwar können Chinchillas sehr zutraulich werden, wenn man sie anständig behandelt, allerdings lassen sich nur die wenigsten gerne festhalten.

Chinhillas – als Haustiere geeignet

Chinchillas beeindrucken vor allem mit ihrem seidenweichen und kuschligen Fell. Allerdings trennen sie sich auch davon, wenn es sein muss. In Gefahrensituationen lassen sie ihr Fell ausfallen, so dass ein Beutegreifer nicht mehr als ein Büschel Haare im Maul hat – das aber seidenweich.

In freier Wildbahn leben Chinchillas in den Gebirgsregionen des südamerikanischen Kontinents. Ausgewachsene Tiere können bis zu 38 Zentimeter groß und bis zu 800 Gramm schwer werden. Da es sich um nachtaktive Tiere handelt, halten sie sich tagsüber in Felsspalten versteckt und verschlafen den Tag. Erst zur Dämmerung und in der Nacht lassen es die Chinchillas rund gehen.

Begabte Kletterer

Als Haustier muss man dem Rechnung tragen und seine Chinchillas tagsüber in Ruhe lassen. Und fragt man die Chinchillas, dann könnte sich die menschliche Zurückhaltung auch auf die Nacht ausweiten, da sie nicht gerne angefasst, festgehalten oder auf den Arm genommen werden. Obwohl sie so kuschlig aussehen, sind Chinchillas keine Kuscheltiere.

Chinchillas sind begabte Kletterer. Zur Haltung eignet sich am ehesten eine große Voliere, die den Tieren mehrere Etagen mit Ruhe- und Kletterzonen bietet. Außerdem müssen genug Versteckmöglichkeiten angeboten werden. Die Grundfläche sollte einen halben Quadratmeter pro Tier auf keinen Fall unterschreiten, die Mindesthöhe beträgt eineinhalb Meter. Der Gitterabstand des Käfigs oder der Voliere darf nicht größer als zwei Zentimeter sein.


Ratten

Foto einer Farbratte

Steckbrief

  • Einzelhaltung: nein
  • Aktivität: nachtaktiv
  • Lebenserwartung: zwei bis drei Jahre
  • Ernährung: Gemüse (unter anderem Möhren, gekochte Kartoffeln oder auch Fenchel), Obst (Äpfel, Erdbeeren, Trauben) und getrocknete Kräuter (Kamille, Löwenzahn oder auch Brombeerblätter). Tierische Eiweißprodukte wie Quark oder Käse sollten zugefüttert werden.
  • Kuschelfaktor: hoch. Ratten können sehr zutraulich werden, wenn man sie gut behandelt und kuscheln dann auch gerne.

Ratten – als Haustiere geeignet

Ratten gibt es in vielen verschiedenen Arten. In den Zoohandlungen findet man vor allem Dumboratten, Farbratten und Rexratten. Die Farben der Farbratten reichen von grau über weiß und schwarz bis hin zu vielfarbigen bunten Ratten.

Diese Nager werden zwischen zehn und 28 Zentimeter groß und bringen als ausgewachsene Tiere zwischen 100 und 450 Gramm auf die Waage. Es handelt sich um Rudeltiere, die in der Natur in großen Gruppen von mindestens 20 Ratten leben. Das muss bei der Haltung zuhause insofern berücksichtigt werden, als dass man Ratten nicht alleine halten sollte.

Allesfresser

Ratten sind Allesfresser und werden vor allem zur Dämmerung und in der Nacht aktiv. Sie klettern sehr gerne, weswegen der Käfig nicht nur eine Mindestgrundfläche von 0,6 Quadratmetern haben, sondern auch mindestens 80 Zentimeter hoch sein sollte. Diese Maße gelten für mindestens zwei und maximal vier Tiere. Der Käfig sollte über mehrere Etagen, Versteck- und viele Beschäftigungsmöglichkeiten verfügen. Achte darauf, dass die Abstände zwischen den Gitterstäben nicht größer als einen Zentimeter sind, da ansonsten Fluchtgefahr besteht.

Vorsicht mit Kabeln

Ratten sind sehr neugierig und untersuchen ihre Umgebung genau. Dabei nagen sie alles an, was ihnen zwischen die Zähne kommt. Besondere Vorsicht gilt daher mit Stromkabeln. Unter allen Nagern zählen Ratten zu den zutraulichsten, die immer mal wieder bei ihren Menschen vorbeischauen und sich eine Kuscheleinheit abholen.


Degus

Foto eines Degu

Steckbrief

  • Einzelhaltung: nein
  • Aktivität: dämmerungsaktiv
  • Lebenserwartung: vier bis sechs Jahre
  • Ernährung: Heu und Gras, Gemüse (Möhren, Broccoli, Gurken) sowie verschiedene Kräuter und Samen (Leinsaat oder Mohn beispielsweise)
  • Kuschelfaktor: niedrig. Zwar werden Degus bei gute Behandlung durchaus zutraulich, das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie sich auch anfassen lassen.

Degus – als Haustiere geeignet

Der Degu stammt ursprünglich aus Chile, wo er halbtrockenes Strauchland zu seinem Zuhause erklärt hat. Die kleinen Nager werden nicht größer als elf bis 16 Zentimeter. Misst man allerdings den Schwanz mit, bringen es Degus auf stolze 30 Zentimeter. Ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 200 und 300 Gramm. Das Fell auf dem Kopf und dem Rücken ist gelblich-braun, während die Unterseite und die Füße deutlich heller sind.

Bewegungsfreudige Höhlenbauer

Degus stecken voller Energie und lieben es, sich zu bewegen. In ihrem natürlichen Lebensraum sind sie die Architekten von weit verzweigten Tunnelnetzwerken und Höhlen und Aussichtshügeln, von denen aus sie ihr Revier bewachen.

Da du deinen Degus dasselbe Verhalten auch bei dir zuhause ermöglichen solltest, muss der Käfig entsprechend groß sein. Für zwei bis drei Degus sollte die Behausung mindestens einen Meter lang, einen halben Meter breit und einen Meter hoch sein. Da Degus unbedingt buddeln müssen, eignet sich ein Terrarium oder ein umfunktioniertes Aquarium bestens für ihre Haltung (der Sand fällt nicht raus). Wen du dich für einen Käfig entscheidest, achte darauf, dass der Abstand der Gitterstäbe nicht größer als 1,2 Zentimeter ist.

Degus sind in der Regel tagaktiv und leben in der freien Wildbahn in großen Gruppen zusammen. Es wäre daher unverantwortlich, einen Degu alleine zu halten.


Farbmäuse

Bild von Farbmäusen

Steckbrief

  • Einzelhaltung: nein
  • Aktivität: dämmerungs- und nachtaktiv
  • Lebenserwartung: eineinhalb bis zweieinhalb Jahre
  • Ernährung: Gemüse (Möhren, Gurken, Salat), Obst (was immer der Garten hergibt) und tierisches Eiweiß (in Form von Heuschrecken oder Mehlwürmern), dazu Zweige von Ulmen, Eschen, Buchen oder Erlen.
  • Kuschelfaktor: mittel. Zwar werden Farbmäuse bei entsprechender Behandlung und Pflege sehr zutraulich, allerdings lassen sie sich nicht gerne anfassen.

Farbmäuse – als Haustiere geeignet

Farbmäuse sind im Prinzip domestizierte Hausmäuse, wie wir sie aus der freien Wildbahn oder unseren Kellern kennen. Die kleinen Körper dieser dämmerungs- und nachtaktiven Nager werden nicht länger als acht bis elf Zentimeter. Umso beachtlicher ist daher die Länge ihres behaarten Schwanzes, der es auf stolze zehn Zentimeter bringen kann. Die großen Ohren helfen dem nur 25 bis 50 Gramm schweren Tier, sich in der Dämmerung und der Dunkelheit rechtzeitig aus dem Staub zu machen, wenn Gefahr in Form von Fressfeinden droht.

Tunnelbauer

In der Natur leben Farbmäuse in Großfamilien. Jeder Clan hat sein fest abgestecktes Revier, das mit Duftmarken umrissen wird. Die Mäuse leben in Felsspalten oder Wänden und unterhalten ein verzweigtes Netzwerk von Tunneln, Höhlen und Nestern, die jeweils mehrere Ausgänge haben.

Der Käfig für die artgerechte Haltung von Mäusen muss mindestens 80 Zentimeter lang, 50 Zentimeter breit und 40 Zentimeter hoch sein. Diese Maße gelten für zwei bis vier Mäuse, die auf keinen Fall alleine gehalten werden sollten.

Nicht wählerisch

Farbmäuse sind hinsichtlich ihrer Ernährung nicht wählerisch. Sie fressen alles, was ihnen vor die kleine Schnute kommt und machen selbst vor lebenden Insekten nicht halt.

Mäuse werden bei guter Behandlung recht zutraulich und lassen sich manchmal auch streicheln. Sie mögen es allerdings nicht, festgehalten zu werden.


Rennmäuse (Gerbils)

Bild einer Rennmaus

Steckbrief

  • Einzelhaltung: nein
  • Aktivität: tag- und nachtaktiv
  • Lebenserwartung: rund drei Jahre
  • Ernährung: Samen (von Gräsern und Kräutern), Getreide (Buchweizen, Gerste, Hafer, Roggen), Kräuter, getrocknetes Obst und Gemüse
  • Kuschelfaktor: gering. Rennmäuse lassen sich nicht gerne festhalten oder hochnehmen.

Rennmäuse – als Haustiere geeignet

Rennmäuse werden auch Wüstenrennmäuse, Mongolische Wüstenrennmäuse oder Gerbils genannt. Die kleinen Nager werden zwischen zehn und zwölf Zentimeter groß und genau so lang ist ihr Schwanz. Ausgewachsene Rennmäuse erreichen ein Gewicht zwischen 80 und 120 Gramm und werden unter normalen Bedingungen drei bis vier Jahre alt. Das Fell ist braun, grau oder schwarz.

Steppenbewohner

In ihrer natürlichen Heimat, der Mongolei, bewohnen sie die Steppen- und Graslandschaften und unterhalten ein verzweigtes Netz an unterirdischen Bauten. Über Tage halten sie sich gerne in hohem Gras auf, um Fressfeinden nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Gerbils sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich von allem, was die Steppe so hergibt.

Unter Tage

Der Käfig für Rennmäuse braucht nicht besonders groß zu sein. Eine Grundfläche von etwa einem halben Quadratmeter reicht für zwei Tiere dicke. Allerdings muss das Zuhause eine gewisse Höhe aufweisen, um mit einer hohen Einstreuschicht dem Buddeltrieb der Tiere entgegenzukommen. Ein umfunktioniertes Aquarium oder ein Terrarium leisten hier gute Dienste. Achte darauf, dass die Gitterstäbe im Deckel nicht weiter als einen Zentimeter voneinander entfernt sind.


Streifenhörnchen

Bild eines Streifenhörnchens

Steckbrief

  • Einzelhaltung: unbedingt
  • Aktivität: tagaktiv
  • Lebenserwartung: sechs bis zehn Jahre
  • Ernährung: tierisches Eiweiß in Form von Heuschrecken oder Mehlwürmern, Obst, Gemüse und Heu.
  • Kuschelfaktor: null. Streifenhörnchen lassen sich nicht gerne anfassen, festhalten oder hochheben. Außerdem sind sie sehr schreckhaft und bekannt dafür, schnell und kraftvoll zuzubeißen.

Streifenhörnchen – als Haustiere nicht geeignet

Streifenhörnchen sind Wildtiere und nicht domestiziert. Daher raten wir ausdrücklich von der Anschaffung dieser Tiere ab.

Und was ist mit Kaninchen?

Wenn wir diesen Artikel wissenschaftlich korrekt halten wollten, dann haben Kaninchen hier nichts verloren. Entgegen landläufiger Meinung zählen sie nämlich nicht zu den Nagern, sondern zu den hasenartigen. Da sie aber in ihrem Verhalten und hinsichtlich der Haltung große Parallelen zu Nagern aufweisen und sie früher zu den Nagetieren gezählt wurden, will ich mal nicht päpstlicher als der Papst sein 🙂


Hauskaninchen

Bild eines Hauskaninchens

Steckbrief

  • Einzelhaltung: nein
  • Aktivität: tagaktiv
  • Lebenserwartung: bis zu zehn Jahre
  • Ernährung: rein pflanzliche Kost in Form von Gräsern, Kräutern, Blättern, Wurzeln oder auch Obst
  • Kuschelfaktor: hoch. Zwar können Hauskaninchen durchaus störrisch sein, werden aber bei gute Pflege sehr zutraulich, lassen sich gerne anfassen und auch festhalten.

Hauskaninchen – als Haustiere geeignet

Kaninchen gibt es in vielen Größen und Farben. Sie werden zwischen 20 und 45 Zentimeter groß und wiegen zwischen einem und drei Kilogramm. Kaninchen sind tagaktiv und überaus soziale Tiere, die in großen Kolonien leben. Einzelhaltung ist für ein Hauskaninchen die Höchststrafe und sollte unter allen Umständen vermieden werden.

Kaninchen brauchen viel Auslauf, wenn möglich im Freien. Ihr Käfig muss nicht nur einen Quadratmeter Grundfläche pro Tier, sondern zusätzlich viele Versteckmöglichkeiten aufweisen, da die Tiere in der freien Wildbahn vor allem in Höhlen leben. Außerdem muss die Einstreu dick genug sein, damit sie graben können.

Buddel-Weltmeister

Bei einem Außenkäfig musst du unbedingt darauf achten, dass er rundum mit Maschendraht geschlossen sein muss, also auch der Boden. Kaninchen sind Weltmeister im Buddeln und graben sich im Handumdrehen aus ihrem Zuhause aus, wenn sie die Chance dazu haben.

Kaninchen sind sehr neugierige Tiere, die alles annagen, was ihnen interessant erscheint. Wenn du dein Kaninchen frei im Haus laufen lässt, musst du unbedingt ein Auge auf das Tier haben, damit es nicht aus Versehen in ein stromführendes Kabel beißt.

Nagetiere – die idealen Haustiere für Kinder?

Wenn man mich fragen würde, ob Nagetiere die idealen Haustiere für Kinder sind, würde ich pauschal mit „nein“ antworten. Nach allem, was wir bisher gelernt haben, wissen wir, dass diese Tiere zwar niedlich aussehen und förmlich zum Kuscheln einladen, darauf in der Regel aber gar keine Lust haben. Die überschäumende Energie eines kleinen Kindes, die oft unbeholfenen und ruckartigen Bewegungen, die es macht, kommen bei den meisten Nagern schlecht an.

Hat ein Kind allerdings verstanden, dass diese Tiere vor allem zum Angucken und Beobachten da sind und nicht so gerne als Kuschelpartner herhalten wollen, kann die geteilte (!) Verantwortung für ein Meerschweinchen oder ein Kaninchen aber durchaus sinnvoll sein und die Entwicklung des Kindes fördern.

Im Vordergrund muss allerdings immer das Wohl des Tieres stehen und man muss sich als Eltern natürlich im Klaren darüber sein, dass man irgendwann alleinverantwortlich ist, wenn der Nachwuchs das Interesse verloren hat oder die nötige Konsequenz vermissen lässt.

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