Viele Pflanzen sind pures Gift für Katzen. Während einige nur leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen, können andere zum Tod führen. In diesem Artikel liste ich daher 20 giftige Zimmerpflanzen für Katzen auf, die Katzenbesitzer so schnell wie möglich aus der Wohnung verbannen sollten.

Dieser Artikel ist natürlich in enger Absprache mit der weltbesten Tierärztin, Selene Corsini, von der New Priory Vets Clinic in Brighton/England, entstanden, die mit ihrem Namen für die medizinischen Infos auf dieser Seite gerade steht.


Giftige Pflanzen für Katzen

Pflanzen machen unser Leben schöner. Ob als Schatten spendender Baum, Früchte tragender Strauch oder einfach nur als schöner Strauß im Wohnzimmer – ohne Pflanzen wäre die Welt ein ziemlich trauriger Ort.

Als Katzenbesitzer können wir uns allerdings nicht einfach unbesorgt der Fülle an Farben und Formen ergeben. Zu viele Pflanzen, die giftig sind für Katzen, warten nur darauf, unseren Stubentigern den Tag zu versauen.

Hier sind 20 giftige Pflanzen für Katzen, die in jedem zweiten Garten oder Haus munter vor sich hin wachsen und eine echte Gefahr für Hauskatzen und Freigänger darstellen.

Wüstenrose

Die Wüstenrose stammt aus dem östlichen Afrika und findet sich bei uns vor allem als Zimmerpflanze. In ihrer Heimat verwendet man den Saft dieser zu den Hundsgiftgewächsen zählenden Pflanze als Pfeilgift.

Giftstoffe: In der Wüstenrose finden sich unter anderem Cardenolide und Honghelin. Die Giftwirkung ist mit der des Roten Fingerhuts vergleichbar, weswegen die Wüstenrose zu den stark giftigen Pflanzen gezählt wird.

Symptome einer Vergiftung: Nimmt die Katze Blütenteile, Blätter oder Pflanzensaft auf, kann es zu einer Vergiftung kommen, die mit Übelkeit und Erbrechen, Magen-Darmbeschwerden, Reizungen der Schleimhäute und Durchfall einhergeht. In schweren Fällen führt die Vergiftung bei der Katze zu Herz-Kreislaufstörungen und schließlich zum Herzstillstand.

Foto einer Wüstenrose
Die Wüstenrose zählt zu den stark giftigen Pflanzen. Ihr Saft wird zur Herstellung von Pfeilgift verwendet.

Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern stammt aus Mexiko, wächst aber auch in anderen mittel- und südamerikanischen Ländern. Alexander von Humboldt brachte die schöne Pflanze, die zu den Wolfsmilchgewächsen zählt, mit nach Europa, wo sie vor allem als Zimmerpflanze zur Weihnachtszeit beliebt ist.

Angeblich handelt es sich bei den giftigen Exemplaren ausschließlich um Wildarten. Zuchtformen, die man im Handel als Topfpflanze kaufen kann, sind nach Aussagen der Blumenindustrie ungiftig. Ich persönlich gehe über die Brücke nicht und halte meine Katzen von Weihnachtssternen fern.

Giftstoffe: Sicher ist, dass Weihnachtssterne ß-Amyrin und Germanicol enthalten. Diterpene, von denen man lange glaubte, dass sie in der Pflanze steckten, konnten in neuen Untersuchungen nicht nachgewiesen werden. Außerdem werden Weihnachtssterne während der Produktion regelmäßig mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, was zu sekundären Vergiftung führen kann.

Symptome einer Vergiftung: Im Fall einer Vergiftung mit dem Saft des Weihnachtssterns kommt es bei der Katze zu starken Reizungen der Schleimhäute, zu Beschwerden im Magen-Darmbereich mit Krämpfen und oft mit blutigem Durchfall, einem Absinken der Körpertemperatur, Blut im Urin oder im Kot, Lähmungserscheinungen, Schädigungen der Leber und Herzrhythmusstörungen. Bei jüngeren Katzen ist ein tödlicher Verlauf einer Vergiftung mit dem Saft des Weihnachtssterns zumindest nicht ausgeschlossen.

Foto einer Weihnachtssterns
Angeblich sind nur die Wildformen des Weihnachtssterns giftig – sagt die Weihnachtsstern-Industrie.

Schefflera

Die Schefflera, die auch als Strahlenaralie oder unter ihrem botanischen Namen Schefflera arboricola bekannt ist, stammt ursprünglich aus Thailand. Sie ist bei uns eine beliebte Zimmerpflanze, da sie leicht zu pflegen ist. Darüber hinaus ist die Schefflera in der Lage, Schadstoffe aus der Luft zu filtern, beispielsweise Nikotin. Eine durchaus sympathische Pflanze also – wenn sie für unsere Katzen nicht so giftig wäre (für den Menschen übrigens auch).

Die Giftigkeit bezieht sich auf alle Pflanzenteile, also auch auf die Wurzeln, Stängel und Blätter, wobei die höchste Konzentration in den Blättern vorliegt.

Giftstoff: Die Schefflera hat nur einen Giftstoff: Oxalat, das in der Form von Kristallen vorliegt. Zwar ist Oxalat giftig, allerdings nur in sehr hohen Dosen tödlich. Der Stoff kommt in der Natur recht häufig vor und wird sowohl von Menschen als auch Tieren in geringen Dosen über die Nahrung aufgenommen.

Katzen aber können Oxalat nicht über den Darm abbauen, sondern scheiden es zum großen Teil über die Nieren aus. Dabei können sich größere Nierensteine bilden, die schmerzhaft sind und entfernt werden müssen. Außerdem kann Oxalat die Blase der Katze schädigen und bis hin zu Arthritis führen.

Symptome einer Vergiftung: Eine Vergiftung mit Oxalat führt bei Katzen zu Zittern, verstärktem Speichenfluss, Erbrechen, Durchfall, Taumeln, Störungen des Gleichgewichts und Appetitlosigkeit. Außerdem kann der Kontakt mit den Blättern zu Hautreizungen führen.

Foto einer Scheffelera
Alle Teile der Schefflera sind giftig für Katzen. Sie enthält Oxalat, das zu Nierensteinen und Blasenschäden führen kann

Prachtlilie

Bei der Prachtlilie, die auch Ruhmeskrone genannt wird, handelt es sich um eine stark giftige Pflanze, deren Gift tödlich für Menschen und Tiere ist. Die Kletterpflanze mit ihren länglich ovalen Blättern, die aus Asien und Afrika stammt, kommt bei uns nur als Zimmerpflanze vor. Sie blüht von Juni bis August, wobei die Blüten zunächst grün, später gelb und schließlich rot sind.

Giftstoff: Das Gift der Prachtlilie ist Colchicin, das auch in den Herbstzeitlosen vorkommt. Das Gift ist tödlich und Familien mit Kindern oder Haustieren sollten diese Pflanze so weit wie möglich aus ihrem Umfeld verbannen.

Symptome einer Vergiftung: Die Prachtlilie oder Ruhmeskrone ist nicht nur für unsere Katzen, sondern auch für Hunde, Kaninchen, Nagetiere, Vögel und sogar Großvieh giftig. Letzteres ist allerdings weniger gefährdet, da die deutsche Durchschnittskuh nun mal nicht mit am Kaffeetisch sitzt und die Prachtlilie eine reine Zimmerpflanze ist.

Bei einer Vergiftung mit Colchicin kommt es bei der Katze zunächst zur Verweigerung des Futters. Gleichzeitig stellen sich Magen-Darmbeschwerden ein, die mit Erbrechen, erhöhtem Speichelfluss und blutigem Durchfall einhergehen. Kurz darauf kommt es zu Kreislaufstörungen und Lähmungserscheinungen. Bei einer starken Vergiftung tritt nach einem bis drei Tagen der Tod durch Atemlähmung ein.

Foto einer Prachtlilie
Die Prachtlilie oder Ruhmeskrone kann tödlich für unsere Stubentiger und andere Haustiere sein.

Philodendron

Die meisten Philodendrenarten sind bis auf zwei Ausnahmen ( Philodendron bipinnatifidium und Philodendron selloum) Kletterpflanzen. Die Pflanzen mit den beeindruckenden Blättern, die je nach Art und Alter in verschiedenen Formen wachsen, stammen aus den tropischen Regionen Südamerikas. Die Blüten bestehen aus einem Blütenkolben, der je nach Art mit einem weiß, gelb oder rot gefärbten Hüllblatt umgeben ist, der sogenannten Spatha.

Giftstoffe: Philodendren verfügen gleich über mehrere Giftstoffe, unter anderem aroinähnliche Scharfstoffe und Kalziumoxalat. Letzteres kann durch sogenannte Schießzellen zu Verletzungen der Haut führen.

Symptome einer Vergiftung: Jede Art von Philodendron ist giftig für Katzen. Eine Vergiftung mach sich durch starken Speichelfluss, Magen-Darmbeschwerden, allgemeiner Unruhe und Zittern bemerkbar. Außerdem können die Nieren der Katze Schaden nehmen.

Foto eines Philodendron
Philodendren gibt es in vielen Formen, Farben und Größen. Jede einzelne Art ist Gift für Katzen.

Palmfarn

Der Palmfarn gehört botanisch betrachtet nicht zu den Palmen, sondern ist ein stammbildender Farn. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Ostasien und kommt bei uns daher nur als Zimmerpflanze vor. Charakteristisch sind seine langen, ledrigen Blätter, die auf eine Länge von einem halben bis zwei Meter heranwachsen können.

Giftstoff: Palmfarn enthält Cyasin, das giftig für Katzen, Hunde und wahrscheinlich auch andere Kleintiere ist. Die Konzentration des Giftes ist besonders hoch in den Samen und Wurzeln.

Symptome einer Vergiftung: Eine Vergiftung mit Cyasin führt zu Erbrechen und Durchfall, der auch blutig sein kann. Des Weiteren kommt es zu Magen-Darmbeschwerden, Krämpfen und Schwächeanfällen. Im Fall einer starken Vergiftung kann die Katze in eine Koma abgleiten und Leberschäden davon tragen.

Foto eines Palmfarns
Der Palmfarn hat mit einer Palme nichts zu tun. Das Gift kann bei Katzen zu Krämpfen und Leberschäden führen.

Mistel

Die Mistel zählt zu den sogenannten Halbschmarotzern und wächst auf Bäumen, die sie sich als Wirt ausgesucht hat. Ihre Blätter sind eiförmig und immergrün. Charakteristisch sind die weißen Beeren, für die sich unter anderem die Misteldrossel begeistert. Misteln brauchen eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit, weswegen sie gern in Flusstälern wachsen. In Höhen von über 1200 Metern findet man sie mehr.

Giftstoff: Misteln enthalten Viscotoxin, das auch als Mistelgift bekannt ist. Die höchste Konzentration tritt in den Blättern und den Stängeln auf und das vor allem im Winter. Außerdem variiert die Konzentration mit dem Wirtsbaum, für den sich die Mistel entschieden hat. Wächst der Schmarotzer beispielsweise auf Ahorn, Linde, Pappel oder Robinie, dann ist die Giftkonzentration ungleich höher als in Misteln, die auf Apfelbäumen wachsen.

Symptome einer Vergiftung: Misteln sind hochgiftig für Katzen. Die Einnahme des Safts aus den Blättern oder Stängeln kann zu Atembeschwerden, erhöhtem Speichelfluss sowie Magen- und Darmbeschwerden führen.

Foto einer Mistel
Das Gift der Misteln steckt vor allem in den Blättern und Stängeln der Pflanze. Die höchste Konzentration liegt im Winter vor.

Korallenbäumchen

Das Korallenbäumchen stammt aus Südamerika und wächst auf einen halben bis einen Meter heran. Im Sommer bekommt es weiße, sternförmige Blüten. Daraus entwickeln sich rote, kugelige Früchte, von denen die Pflanze ihren deutschen Namen hat.

Giftstoff: Der Hauptgiftstoff des Korallenbäumchens ist Solanocapsin. Dies ist für Katzen, Hunde, Hasen, Nagetiere und Vögel giftig.

Symptome einer Vergiftung: Bei einer Vergiftung mit Solanocapsin leidet die Katze unter Magen- und Darmbeschwerden, die sich mit Erbrechen und Durchfall bemerkbar machen.

Foto eines Korallenbäumchens
Das Korallenbäumchen hat seinen Namen von den kugeligen, roten Früchten, die im Spätsommer wachsen.

Kalanchoe blossfeldiana

Die Kalanchoe blossfeldiana, die im Deutschen auch „Flammendes Käthchen“ genannt wird, stammt von den Hochebenen Madagaskars und hat sich mit 150 verschiedenen Arten über weite Teile des tropischen Afrikas und Asiens verteilt. Die Blüten können rot, orange, aber auch gelb sein.

Giftstoff: Das Flammende Käthchen hat neben schöner Blüten aber auch Unschönes im Gepäck: Herzglykoside. Diese wirken bei einer Katze steroid und können zahlreiche Symptome hervorrufen. Die wilden Arten enthalten den Giftstoff auf jeden Fall, bei den meisten gezüchteten Formen gehen die Experten zumindest davon aus.

Symptome einer Vergiftung: Der Verzehr von Pflanzenteilen kann bei Katzen zu einer Reizung des Magens, Erbrechen und Durchfall führen. Außerdem ist mit Atemnot, Lähmungsanfällen, und Schüttelkrämpfen zu rechnen. Ab einer nicht bekannten verzehrten Menge kann sogar der Tod eintreten.

150 verschiedene Arten der Kalanchoe erstrecken sich über die tropischen Regionen Afrikas und Asiens.

Ficus

Der Ficus darf als Birkenfeige (Ficus benjamini) auf keiner Wohnungseinweihungsparty fehlen und gehört mit zu den beliebtesten Zimmerpflanzen der Deutschen. Seine Heimat ist Indien, der ebenfalls zur Familie der Ficus gehörende Gummibaum (Ficus elastica) stammt aus tropischen und subtropischen Regionen. Alle Ficus-Arten verfügen über einen weißen Milchsaft, der für Katzen giftig ist.

Giftstoffe: Dieser Milchsaft ist ein Cocktail aus Harz, Furocumarine, flavonoiden Verbindungen und Kautschuk. Während der Saft für Menschen nur schwach giftig ist, sollte man Katzen besser fern halten.

Symptome einer Verletzung: Werden Pflanzenteile verzehrt, die den Milchsaft enthalten, kommt es bei der Katze zu Reizungen der Mundschleimhaut, Erbrechen und Durchfall. Auch andere Haustiere wie Zwerghasen oder Vögel sind von dem Gift gefährdet.

Foto eines Ficus
Der Ficus benjamini gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen der Deutschen. Allerdings ist er giftig für Katzen.

Einblatt

Was dem Einblatt zu seinem Namen verholfen hat, ist unschwer zu erkennen: Das weiße Hüllblatt (Spatha) umschließt den cremefarbenen bis gelblichen Blütenkolben. Die Pflanze stammt aus Kolumbien und Venezuela und ist aus deutschen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken.

Giftstoffe: Es sind vor allem Scharfstoffe, die zu Vergiftungserscheinungen führen. Beim Kontakt mit der Haut lösen sie brennende Reizungen und Entzündungen hervor.

Symptome einer Vergiftung: So schön die Pflanze auch ist, das Einblatt ist giftig für Katzen. Die Aufnahme der Scharfstoffe führt zu Reizungen und zum Anschwellen der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich. Außerdem kommt es zu Schluckbeschwerden, Erbrechen und Durchfall.

Foto eines Einblatts
Das Einblatt hat seinen Namen von einem weißen Hüllblatt, dass den Blütenkolben umgibt.

Efeutute

Die Efeutute zählt zu den Aronstabsgewächsen und stammt von den Salomonen und aus Indonesien. Die dunkelgrünen Blätter sind oval und verlaufen zugespitzt. Oft haben sie weiße Flecken, die sich unregelmäßig über die Blattoberfläche verteilen.

Giftstoffe: Die Pflanze enthält Scharfstoffe und Kalziumoxalat die, wie bei anderen Aronstabgewächsen auch, zu Verletzungen der Haut führen können.

Symptome einer Vergiftung: Die Efeutute ist für unsere Katzen giftig. Die Symptome zeigen sich in erhöhtem Speichenfluss, Erbrechen, Durchfall und Schluckbeschwerden.

Foto einer Efeutute
Die Efeutute ist sowohl für Menschen als auch für unsere Katzen giftig und sollte aus dem Haushalt verbannt werden.

Dieffenbachie

Die Dieffenbachie zählt zu den stark giftigen Zimmerpflanzen und gehört zu den Aronstabgewächsen. Ihre langen, ovalen Blätter werden zwischen 25 und 40 Zentimeter lang, wobei das dunkle Grün von weißen Flecken durchzogen ist. Als Zimmerpflanze kommt die aus dem tropischen Amerika stammende Dieffenbachie nur sehr selten zur Blüte.

Giftstoffe: Welche Stoffe genau in der Pflanze wirken, ist noch nicht eindeutig bekannt. Sicher ist, dass es sich um Alkaloide, Glycoside, Saponine und Kalziumoxalat-Nadeln handelt. Sogenannte Schießzellen öffnen sich beim Berühren der Pflanze und geben das Gift und die Nadeln frei. Gelangt das Gift auf die Haut, führt es zu starken Reizungen, in die Augen gespritzt kann es sogar zu einer Verätzung der Bindehaut führen.

Symptome einer Vergiftung: Wenn unsere Katzen an der Dieffenbachie knabbern, leiden sie kurz darauf unter starken Reizung des Mund- und Rachenraums, des Magens und des Darms. Außerdem kommt es zu Atemnot, Schluckbeschwerden mit Verlust der Stimme und blutigen Durchfällen. Auf Vögel wirkt diese Pflanze tödlich.

Foto einer Dieffenbachie
Die Giftstoffe der Dieffenbachie sind noch nicht genau bekannt. Katzenbesitzer sollten ihre Schützlinge von ihr fernhalten.

Chili

Chili zählt zu den Nachtschattengewächsen. Diese botanische Familie umfasst mehr als 2000 Arten, die sich vor allem durch ihre natürlichen Giftstoffe auszeichnen, die in mehr oder weniger großer Menge enthalten sind. Zu den Nachtschattengewächsen zählen unter anderem Kartoffeln, Tomaten, Auberginen und Paprika.

Giftstoff: Chile enthält das Gift Solanin. Dabei handelt es sich um ein Nervengift, das die Cholinesterase hemmt. Dieses Enzym ist dafür verantwortlich, dass zwischen den Nervenzellen die Reizimpulse abklingen und es nicht zu einer Reizüberflutung kommt.

Symptome einer Vergiftung: Hat die Katze die grünen Teile der Pflanze verzehrt, kann das zu Muskelspannungen und Krämpfen führen. Da Solanin darüber hinaus die Zellwände im Darm zerstört, führt eine Vergiftung mit dem Stoff im schlimmsten Fall zu blutigem Stuhl und kann tödlich enden.

Foto einer Chilipflanze
Chili ist nicht nur schön und scharf, die grünen Teile enthalten darüber hinaus Solanin, das für Katzen giftig ist.

Calla

Die Zimmercalla gehört zur Familie der Aronstabgewächse. Als solches verfügt sie über das charakteristische weiße Hüllblatt, das den Blütenkolben umgibt. Die Calla wächst auf bis zu 80 Zentimeter heran und blüht in der Zeit von Januar bis Mai. Ihre Heimat ist Südafrika.

Giftstoff: Die Calla enthält Scharfstoffe, die sie über Schießzellen abgibt.

Symptome einer Vergiftung: Die Pflanze ist giftig für Katzen. Eine Vergiftung macht sich durch starken Speichelfluss, eine Reizung der Schleimhäute, Schluckbeschwerden, Erbrechen und Durchfall bemerkbar.

Foto einer Calla
Die Calla ist in Südafrika beheimatet und blüht bei uns als Zimmerpflanze in der Zeit von Januar bis Mai.

Caladium (Buntwurz)

Auch die Buntwurz zählt zu der Familie der Aronstabgewächse. Die Knollenpflanze hat langstielige Blätter, die pfeilförmig geschnitten sind. Die Blätter haben weiße oder rote Zeichnungen. Ursprünglich stammt sich aus tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas.

Giftstoff: Wie alle Arten der Aronstabgewächse verfügt auch die Buntwurz über scharfe Pflanzensäfte und Kalziumoxalat.

Symptome einer Vergiftung: Werden größere Teile dieser Pflanze gegessen oder angeknabbert, kann sich die Katze damit vergiften. Die Symptome sind erhöhter Speichelfluss, Erbrechen, Schluckbeschwerden, Erbrechen und Durchfall.

Foto eines Buntwurzes
Da Gift der Buntwurz wirkt nicht nur auf Katzen, sondern auch auf Hunde, Nager und andere Kleintiere.

Azalee

Azaleen zählen zu den Rhododendrongewächsen. Die ursprüngliche Form stammt aus China, allerdings gibt es heute viele verschiedene Zuchtformen zu kaufen. Azaleen wachsen an einem kleinen Stamm oft sehr buschig heran.

Giftstoff: Genau wie die wild wachsenden Arten des Rhododendron enthalten auch Azaleen den Giftstoff Acetylandromedol. Dieser wirkt auf die meisten unserer Haustiere.

Symptome einer Vergiftung: Eine Vergiftung mit Acetylandromedol geht mit Erbrechen, erhöhtem Speichelfluss, Durchfall, Zittern und Krämpfen einher. Außerdem zeigt die Katze einen schwachen Puls und hat Schwierigkeiten beim Atmen. Darüber hinaus bilden viele Katzen leichte Depressionen aus.

Foto einer Azalee
Die Azalee zählt zu den Rhododendrengewächsen, die generell giftig für Katzen und die meisten anderen Haustiere sind.

Amaryllis

Die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, zählt zu den stark giftigen Pflanzen. Die Blüten leuchten in intensivem Rot, Rosa oder Weiß und können sogar gestreift auftreten. Ursprünglich stammt sie aus den peruanischen Anden und wächst bei uns als Zimmerpflanze auf 50 bis 90 Zentimeter heran.

Giftstoff: Der Hauptgiftstoff ist Lycorin, welches als stark giftig eingestuft wird. Der Stoff kommt vor allem in der Zwiebel, aber auch im gesamten Rest der Pflanze vor.

Symptome einer Vergiftung: Die Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr von Lycorin sind erheblich. So kommt es zu Übelkeit und Erbrechen, starkem Speichelfluss und Benommenheit. Außerdem können Lähmungserscheinungen auftreten und die Nieren Schaden nehmen. In vielen Fällen kommt es zu Herzrhythmusstörungen.

Foto einer Amaryllis
Die Schönheit aus den peruanischen Anden ist pures Gift für unsere Stubentiger und die meisten anderen Haustiere.

Alpenveilchen

Das Alpenveilchen ist eine beliebte Topfpflanze der Deutschen und es ist hochgiftig. Von August bis April leuchten die Blüten in rot, rosa oder strahlen in reinem Weiß. Ursprünglich stammt das Alpenveilchen aus Kleinasien.

Giftstoff: Vor allem in der Knolle des Alpenveilchens finden sich jede Menge Triterpensaponine, unter anderem das hochgiftige Cyclamin. Der Verzehr von nur 0,2 Gramm der Knolle führt zu ersten Vergiftungserscheinungen, bei mehr als 8 Gramm ist der Ofen aus.

Symptome einer Vergiftung: Bei einer Vergiftung mit Cyclamin kommt es zu Übelkeit und Erbrechen, starken Magenbeschwerden, Schweißausbrüchen und Kreislaufstörungen. Nach einer tödlichen Dosis kommt es zur Atemlähmung.

Foto eines Alpenveilchens

Aloe Vera

Aloe Vera verfügt über einen bitteren Saft, der in ihren dickfleischigen und nach vorn spitz zulaufenden Blättern fließt. Die Blattränder sind oft gezahnt. Lange hielt sich das Gerücht, dass Aloe Vera giftig für den Menschen sei. Das Gerücht stammt noch aus Zeiten, in denen man Aloe oral und in Form von Kristallen zu sich genommen hat. Dabei kam es zu Nebenwirkungen. Bei heutiger Anwendungsform gibt es allerdings so gut wie keine Nebenwirkungen mehr. Jedenfalls was den Menschen betrifft. Für unsere Katzen sieht die Sache allerdings anders aus.

Giftstoff: Im Saft und in den Fleischigen Blättern der Aloe sind Anthrachinone enthalten, die für Katzen und Vögel giftig sind.

Symptome einer Vergiftung: Der Verzehr von Pflanzenteilen durch die Katze wirkt stark abführend und reizt außerdem die Nieren.

Foto einer Aloe-Vera

Was sind die Symptome einer Vergiftung bei Katzen?

Wer seine Katze kennt und aufmerksam beobachtet, wird schon früh merken, wenn etwas mit ihr nicht stimmt. Welche Symptome die Katze zeigt, ist je nach Gift und nach Aufnahme des Gifts unterschiedlich. Mögliche Anzeichen einer Vergiftung deiner Katze sind unter anderem

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • starker Speichelfluss
  • Zittern
  • Muskelkrämpfe
  • Lähmungserscheinungen
  • besonders stark verengte oder erweiterte Pupillen
  • starke Aufregung oder andere Auffälligkeiten im Verhalten der Katze

Eine Vergiftung muss allerdings nicht immer mit akuten Symptomen einhergehen. Katzen können sich auch schleichend vergiften, was in vielen Fällen zu Schäden an inneren Organen wie der Leber oder der Nieren führt.

Wann immer du bei deiner Katze Anzeichen einer Vergiftung feststellst oder dir nicht ganz sicher bist, suche so schnell wie möglich einen Tierarzt auf. Gleiches gilt auch, wenn du noch keine Symptome festgestellt hast, dir aber sicher bist, dass deine Katze in Kontakt mit einem Giftstoff gekommen ist.

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